Mediation

 

Mediation ist keine anwaltliche Vertretung, sondern ein gesetzlich geregeltes und strukturiertes Verfahren zur Lösung von Konflikten (MediationsG).

Mediation löst den aktuellen Knoten und passt in unsere komplexe wie rasante Zeit, denn Mediation

  • ist schnell, fokussiert und individuell.
  • stellt Handlungsfähigkeit sicher oder wieder her.
  • klärt nicht die Schuld, sondern wirkt deeskalierend und lenkt den Blick in die Zukunft.
  • greift da, wo Beziehungen erhalten und Vertrauen gestärkt werden sollen.
  • entwickelt praktische und tragfähige Lösungen.
  • ist ressourcenschonend, sie spart Zeit und Geld.

Raum geben

Als Außenstehende kann ich Ihre Konflikte im Zusammenwirken mit anderen nicht durchschauen. Sie sind und bleiben Experten Ihres Konflikts!

Ich habe also keine Lösung für Sie parat. Jedoch gebe ich Ihnen, allen gleichermaßen zugewandt, einen Raum, der gute Lösungen möglich macht.

Verantwortlich für die am Ende erzielte Einigung sind Sie. Sie ernten die Früchte Ihrer Arbeit!

In Abgrenzung zur Mediation stellt anwaltliche Vertretung die Interessen einer Konfliktpartei in den Mittelpunkt. Mediation hingegen berücksichtigt die Bedürfnisse aller Konfliktparteien sowie die Beziehungen der Konfliktparteien zueinander.

Typische Konfliktkonstellationen

Aufgrund meines beruflichen Hintergrunds habe ich bereits viele Konfliktkonstellationen in der Arbeitswelt erlebt. 

Konflikte zwischen verschiedenen Funktionen oder Rollen: Teamkonflikte, disziplinarische Führungskraft und Mitarbeitende, Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter, Zentrale und Dezentrale, Strategie und Operative, Projekt und Linie, virtuelles und analoges Vorgehen, ‚alte Hasen‘ und ‚junge Wilde‘, Bewahrung und Veränderung, technische und kaufmännische Geschäftsführung, Gesellschafter und Investoren.

Konflikte durch Aufgaben und Rahmenbedingungen: Verhandlung von Betriebsvereinbarungen, Änderung von Personalinstrumenten, Reduzierung von Fehlzeiten, Führungswechsel, verschiedene soziokulturelle Hintergründe, Reorganisationen, Integration von Kulturen, Rivalität von Marken, Ausgründung oder Eingliederung von Tochtergesellschaften, Kostensenkungsprogramme, Verlust von Status und Macht, Turnaround-Konstellationen.

Während Organisationsentwicklung das Gesamtsystem langfristig verbessert, löst Mediation den akuten Konflikt.

Da Mediation jedoch ein generisches, also auf keinen bestimmten Kontext festgelegtes Verfahren ist, eignet sie sich natürlich auch für den privaten Kontext. Typische Konflikte sind beispielsweise Nachbarschaftsstreitigkeiten, Familienzwist, Erbschaftsauseinandersetzungen oder Paarkonflikte.

Sie haben Interesse an einem Vortrag zu Mediation? Sie wünschen sich einen Workshop zu mediativer Haltung? Sie planen ein Training zu Veränderungskompetenz? Gerne können wir in einem ersten unverbindlichen und kostenfreien Telefonat über Ihre Ideen sprechen.

Rufen Sie mich an und wir tauschen uns aus.

Die 5 Phasen der Mediation

In der ersten Sitzung lernen sich alle an der Mediation zu Beteiligenden kennen. Sie schildern Ihr Anliegen und wir klären gemeinsam, ob die Mediation das geeignete Verfahren ist.

Sie benennen Ihre anliegenden Themen, alle Beteiligten finden Berücksichtigung. Bei Bedarf werden die Themen für die Festlegung einer Bearbeitungsreihenfolge gemeinsam priorisiert. Alle relevanten Informationen werden gesammelt und inkl. der entsprechenden Dokumente offen gelegt.

Die hinter den genannten Themen verborgenen Bedürfnisse erhalten Raum. Bereits Erreichtes wird gewürdigt und das Vertrauen in vorhandene Ressourcen wird gestärkt. So entwickeln Sie idealerweise ein besseres gegenseitiges Verständnis und die Bereitschaft, Interessen auszugleichen.

Sie richten den Blick in die Zukunft und entwickeln gemeinsam Lösungsbausteine für den Interessenausgleich.

Auf Basis der Lösungsbausteine erfolgt die schriftliche Ausarbeitung einer belastbaren und nachhaltig wirksamen Vereinbarung sowie die Klärung der rechtlich erforderlichen Form. Optional kann eine Validierung vereinbart werden.

Die Prinzipien der Mediation

Mediation ist für alle Beteiligten und für mich als Mediatorin jederzeit freiwillig und kann auch einseitig beendet werden.

Mediation strebt eine von allen an der Mediation Beteiligten gemeinsam erarbeitete und selbstverantwortete Lösung an. Das setzt voraus, dass alle Beteiligten bereit und der Lage sind, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen.

Die Mediation braucht Offenheit im Hinblick auf die am Ende stehende Lösung. Die Lösung kann also nicht schon zu Beginn festgelegt sein.

Alle relevanten Informationen inkl. entsprechender Unterlagen und Dokumente sind offenzulegen. Gegebenenfalls kann es erforderlich sein, eine anwaltschaftliche Beratung einzuholen, um im laufenden Mediationsverfahren in voller Informiertheit entscheiden zu können. In einem solchen Fall ist es zur Vermeidung von Eskalation hilfreich, dies vorab mitzuteilen.

Die volle Informiertheit benötigt Vertraulichkeit. In der Folge dürfen bei vorzeitiger Beendigung der Mediation die gewonnenen Erkenntnisse nicht vor Gericht herangezogen werden. Ich werde als Mediatorin dementsprechend nicht als Zeugin zur Verfügung stehen.

Um den Erfolg einer Mediation nicht zu gefährden, ruhen während der laufenden Mediation alle anderen Verfahren.

Als Mediatorin ergreife ich für keine Seite Partei, ich wende mich allen Beteiligten gleichermaßen zu.